Auf Grund der Corona-Situation wird die für den 20.06.2020 geplante Veranstaltung auf den 19. Juni 2021 verschoben! - Ehrenkolloquium aus Anlass des 100. Jahrestages der Gründung der Entomologischen Gesellschaft Magdeburg (EGM) – Fachgruppe am Museum für Naturkunde.

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Ein bemerkenswerter Wanzenfund in Havelberg (Heteroptera: Oxycarenidae)

Am 16.01.2020 erhielt ich von Herrn Bernd Heinze etliche kleine Wanzen, die er am 27.11.2019 in seinem Hausgarten in Havelberg, Lindenstraße, MTB-Q 3138/4, gesammelt hatte.

Nachdem die Bestimmung zum Erfolg geführt hatte, stellte sich heraus, dass es sich um die sogenannte Malven- oder Lindenwanze Oxycarenus lavaterae (FABRICIUS, 1787) handelte.

Diese Lindenwanze breitet sich seit der 1990iger Jahre nach Norden und Osten aus. Erste Nachweise in Deutschland erfolgten im Jahr 2004 in der Oberrhein-Ebene. Im Jahre 2019 wurde die Art in Berlin nachgewiesen. Einzelfunde liegen auch bereits aus der Mitte des Landes vor.

Ursprüngliches Verbreitungsgebiet sind der westliche Mittelmeerraum, das westliche Afrika und die Kanaren. In Europa lebt die Art auf der Iberischen Halbinsel, in Frankreich, in Italien und der Balkanhalbinsel. Die Lindenwanze lebt an Malvengewächsen (Linde, Eibisch, Hibiskus, Malven). Im Herbst sammeln sich die Tiere an Stämmen und Ästen von Linden, wo sie Kolonien bilden. Sie überwintern als Imagines.

Oxycarenus lavaterae gehört  jetzt zur Familie Oxycarenidae. Früher gehörten die Arten dieser Gattung zur Familie Lygaeidae - Bodenwanzen.

Genannte Art ist in der Entomofauna Germanica, Band 6 (2003), noch nicht enthalten.

Quelle: Internet - Wikipedia.

Text und Foto: Peter Strobl, Stendal.

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